Die Behörden im türkischen Bezirk Kumluca (Antalya) haben das Übernachten in Wohnmobilen an Stränden und in öffentlichen Bereichen verboten. Die Gendarmerie vertrieb dutzende Fahrzeuge vom Aktash-Strand unter Verweis auf Ordnungs- und Umweltprobleme. Besitzer protestieren und beklagen mangelnde Alternativen.
Wohnmobil-Verbot in Kumluca
Die Bezirksverwaltung (Kaymakamlık) von Kumluca in der Provinz Antalya hat das wilde Campen mit Wohnmobilen an der Küste und auf öffentlichen Flächen untersagt. Die Gendarmerie räumte am Dienstag den bei Reisemobilisten beliebten Aktash-Strand (Mavikent) und verwies auf Gefahren für die öffentliche Ordnung, Sicherheitsrisiken, eingeschränkten Strandzugang, Waldbrandgefahr und Umweltverschmutzung.
Die betroffenen Camper reagierten empört. Sie betonen, dass sie sauber seien, kommunale Einrichtungen nutzten und zu Unrecht mit Regelverstößen in einen Topf geworfen würden. Die Gemeinde habe zwar einen Ausweichplatz in Beykonak vorbereitet, doch dieser sei für einen längeren Aufenthalt ungeeignet. Einige Quellen berichten, dass Besitzer dorthin umgesiedelt wurden, aber die Bedingungen dort unzureichend seien.
Die Maßnahme spaltet die lokale Bevölkerung. Befürworter verweisen auf Müll und Lärm durch wilde Stellplätze. Kritiker heben die wirtschaftliche Bedeutung des Caravan-Tourismus hervor und fordern bessere Alternativen. Erlaubt sind Übernachtungen jetzt nur auf lizenzierten Campingplätzen und offiziellen Wohnmobilstellplätzen; Verstöße werden mit Abschleppen und Verwarnungen geahndet.